Krisengespräch „Drastische Stundenkürzung bei Schulbegleitung in Leipzig“

Krisengespräch „Drastische Stundenkürzung bei Schulbegleitung in Leipzig“

Wann:
27. Juni 2023 um 13:00 — 15:00 Uhr
2023-06-27T13:00:00+02:00
2023-06-27T15:00:00+02:00
Wo:
online

Liebe Netzwerkpartner und Interessent*innen,

wir haben gemeinsame Ratsuchende, Assistenznehmer*innen und weitere Schnittstellen. Vielleicht sind wir uns auch schon ab und zu in Gremien oder bei Helferkonferenzen und ähnlichem über den Weg zu laufen.

Uns war zu Ohren gekommen, dass der ASD Leipzig Anfang Juni eine interne Weisung ausgegeben hatte, Schulbegleitung grundsätzlich nur für max. 15 Wochenstunden zu genehmigen. Das betrifft insbesondere Kinder mit sog. seelischer Behinderung bzw. Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.

Am Dienstag, 13.06.2023 konnten wir uns diese Weisung im Rahmen der Sitzung der PSAG KJP (städtische Psychiatriekoordination Kinder und Jugendliche) durch eine Vertreterin des ASD bestätigen lassen. Auch die teils aufgrund der umfangreichen Befundlage überflüssigen und das Antragsverfahren verzögernde Hospitationen werden wieder obligatorisch.

Auf diese Kernaussagen lässt es sich unsererseits reduzieren.

Die kritischen Auswirkungen davon sind vielfältig.

Direkt berichten uns ratsuchende Familien mit laufender Schulbegleitung seit letzter Woche, dass sie mit Hinweis auf diese betriebliche Weisung unter Druck gesetzt werden.

Mit der generellen Hospitationspflicht ist ein Start der Schulassistenz direkt zur Schuleinführung ausgeschlossen, zusätzliche Verzögerungen der ohnehin problematisch langen Antragsfristen sind zu erwarten. Ob rechtskonform oder nicht: Viele Schulen setzen die Schulbegleitung als Voraussetzung für den Schulbesuch, was in diesen Fällen den Schulbesuch massiv einschränken würde. Der Verlust oder Wechsel der vertrauten Bezugspersonen erhöht zusätzlich das Risiko von Schulversagen, Schulverweigerung sowie die offen oder subtil betriebene Ausschulung.

Für Assistenzdienstleister sehen wir eine sich bereits jetzt abzeichnende Abwanderung des Personals, wir erwarten deutlich höheren Organisationsaufwand und gravierende bis prohibitive wirtschaftliche Risiken.

Sicher fallen Ihnen aus Ihrer jeweiligen fachlichen wie persönlichen Perspektive auf Anhieb weitere kurz- oder langfristigen Auswirkungen ein.

Aus diesem Grund treffen wir uns online zum Krisengespräch

am Dienstag, 27.06.2023 um 13:00 Uhr

als Videokonferenz über Zoom

https://us06web.zoom.us/j/82000467685?pwd=b0Jpdmg1c3lZSUZuZmt2WkZGWjRFZz09

Meeting-ID: 820 0046 7685

Kenncode: 268801

Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir nachvollziehbarerweise Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung bewusst ausschließen. Für betroffene Eltern stehen wir im Rahmen der EUTB für individuelle Gespräche zur Verfügung.

Eine kurze Rückmeldung unterstützt uns bei der Planung. Wir freuen uns ebenso über spontane Teilnahme und Weitersagen an freie Träger und Assistenzdienste in und um Leipzig.

Hinweise, Ideen, Nachfragen sind jederzeit gern willkommen.

Teilen Sie uns etwaige Bedarfe mit. Wir versuchen, diese zu berücksichtigen, soweit in der Kürze der Zeit möglich.

Wenn Sie sich im einführenden Teil äußern möchten, eine kurze Präsentation Ihrer Perspektive vorstellen möchten, schreiben Sie uns. Wir planen es ein.

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